Erstausstattung für meine erste eigene Wohnung

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Erstausstattung für meine erste eigene Wohnung

Es ist so weit. Du hast vor, dein Elternhaus zu verlassen. Das Haus, in dem du aufgewachsen bist und zusammen mit deiner Familie die letzten Jahre verbracht hast. Ab jetzt wird sich einiges ändern. Du wirst unabhängiger, reifer und freier sein. Genauso musst du dich aber auch ab jetzt um Dinge kümmern, mit denen du dich bisher vielleicht noch nicht beschäftigt hast: Du musst deine Wohnung einrichten, dich über Versicherungen informieren, die Finanzierung deiner Wohnung absichern und, und, und. Damit du bei den Vorbereitungen für deinen Einzug nicht alleine da stehst, haben wir hier einmal alles zusammengefasst, was du wissen solltest, rund um das Thema: Erstausstattung Wohnung.

Der Umzug naht – was sollte ich vor dem Einzug beachten

Bevor du dich mit dem Umzug an sich beschäftigst, solltest du sicherstellen, dass sich die Wohnung in einem annehmbaren Zustand befindet. Bei der Übernahme solltest du Fotos von jedem Raum und von jeder Ecke machen, damit du bei späteren Unklarheiten mit deinem Vermieter darauf zurückgreifen kannst. Auch muss jede kaputte Stelle, jede Schramme im Boden oder auf dem Herd dokumentiert werden, damit du nicht irgendwann einmal dafür in die Verantwortung gezogen werden kannst. Diesen Schritt solltest du mit dem Vermieter zusammen unternehmen.
Bevor du die Zimmer konkret eirichtest, solltest du die Wohnung selbst noch einmal reinigen. Jetzt ist auch der perfekte Zeitpunkt, um die Wände so zu streichen, wie du es möchtest. Wenn einmal die Möbel stehen, erfordert es weit mehr Aufwand, zu neuer Farbe zu greifen. Beim Streichen solltest du unbedingt daran denken, Fußleisten und Steckdosen vernünftig abzukleben und den Boden mit Zeitungpapier auszulegen, damit du nichts versehentlich anmalst. Dieser Prozess mag zwar ein bisschen dauern, dafür geht das Streichen an sich wesentlich schneller. An diesem Punkt solltest du dich auch mit den Lichtquellen in deiner Wohnung beschäftigen. Bringe am besten jetzt, wo du noch viel Platz dafür hast, schon alle Decken- und Wandlampen an. Denk daran, zur Sicherheit immer vorher die Sicherungen abzuschalten. Lass dir dabei ruhig von Freunden oder Verwandten helfen.

Erstausstattung Wohnung – welche Möbel brauche ich?

Bei der Frage, welche Möbel du brauchst, hängt die Antwort natürlich davon ab, in welche Art von Wohnung du ziehst. Ist es eine WG oder wohnst du alleine? Wie viel Platz hast du? Welche Möbel kannst du vielleicht aus deinem alten Zimmer übernehmen?
Generell gibt es aber Dinge, auf die du nicht verzichten solltest.
Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Für dein Schlafzimmer brauchst du ein Bett, einen Schrank, einen Schreibtisch. Alles weitere wie Fernseher, Couch, Tisch, Bücherregal und noch mehr hängt von deinen Präferenzen ab. Im Badezimmer gibt es zum Glück meist nicht viel zu erledigen. Je nach Duschanlage benötigst du möglicherweise einen Duschvorhang, zusätzlich vielleicht noch eine Matte zum Unterlegen. Oft hängen noch kleine Schränke von den Vormietern an der Wand, genauso wie Haken für Handtücher und Henkel für Toilettenpapier. Wenn nicht, solltest du dir diese Kleinigkeiten noch zulegen. Auch eine Toilettenbürste wäre ratsam.
In der Küche sieht die Lage anders aus. Meinst kannst du die Küchenanrichten, Herd und Backofen vom Vormieter übernehmen. Was du aber selbst anschaffen musst sind Dinge wie Besteck, Teller, Töpfe, und so weiter. Bevor du diese Sachen jedoch kaufst, lohnt es sich, Bekannte und Verwandte danach zu fragen. So etwas liegt bei vielen noch unbenutzt Zuhause. Auch könnt ihr euch Lebensmittel anschaffen, die man immer im Haus haben sollte, und die nicht schlecht werden. Dazu zählen zum Beispiel Gewürze, Reis oder Nudeln.

Erstausstattung Wohnung – Welche Elektrogeräte brauche ich?

Wer in eine neue Wohnung einzieht, muss viele Geräte kaufen, die er vorher für selbstverständlich gehalten hat. Die Lampen hast du schon angebracht. Fernseher und Radio kannst du dir kaufen, musst du aber nicht. Ähnlich steht es mit dem Telefon. Heutzutage benutzen viele Menschen ausschließlich ihr Mobiltelefon und brauchen keinen Festnetzanschluss mehr. Für viele gehört er aber definitiv zu einer Wohnung dazu. Wichtiger sind aber vor allem Kleinigkeiten, an die man erst denkt, wenn man sie braucht und nicht hat. Diese Dinge finden sich vor allem in der Küche wieder. Triviale Gegenstände wie ein Wasserkocher, ein Toaster, eine Mikrowelle. Je nach Geschmack brauchst du vielleicht auch einen Sandwich-Maker oder ein Raclette? Definitiv anschaffen solltest du dir einen Mixer, der immer wieder in Benutzung kommt. Auch ein Kühlschrank ist keine Selbstverständlichkeit. Manchmal kann er von den Vormietern übernommen werden, manchmal muss man ihn sich selbst anlegen. Bei Kühlschränken kann man ruhig auf gebrauchte Exemplare zurückgreifen – diese aber vorher gründlich sauber machen. Auch ein Staubsauger ist nützlich. Bei der ganzen Elektronik ist es nicht schlecht, sich vorher ein paar Mehrfachsteckdosen anzuschaffen, die den Alltag erheblich erleichtern.

Zum Schluss, wenn du alles eingerichtet hast, folgt der Feinschliff. Vielleicht möchtest du deine Wohnung auch mit Kerzen, Blumen, Teppichen oder Bildern dekorieren?

 

Was fällt beim Umzug sonst noch an?

Es gibt noch weitere formale Dinge, auf die ihr auch achten solltet. Zum Beispiel müsst ihr euch innerhalb von einem Monat bei eurem zuständigen Amt auf eure neue Wohnung ummelden. Ab diesem Zeitpunkt erst wohnt ihr “offiziell” in eurer Wohnung und Post wir automatisch an diese Adresse weitergeleitet. Dieser Vorgang geht schnell vonstatten. Ihr braucht dafür lediglich euren Mietvertrag.
Auch noch anfallen können sogenannte GEZ-Gebühren. Das ist ein monatlicher Betrag, den ihr bezahlen müsst für Fernsehen, Radio, etc. Das Geld wird pro Wohnung berechnet, das heißt in einer Wohngemeinschaft bezahlt ihr automatisch weniger.
Wenn ihr eine eigene Wohnung habt, steigen automatisch auch eure Chance auf eine studentische Zusatzfinanzierung. Ihr müsst dafür lediglich bei eurem Amt einen Mietvertrag vorzeigen.
Ein weiteres wichtiges Wort: Nebenkosten. Ihr müsst euch selbst um Dinge wie WLAN oder Fernsehen kümmern. Es gibt viele verschiedene Anbieter, die monatlich einen gewissen Betrag erhalten, damit ihr einen Anschluss für euer Telefon, euer TV und euer Internet bekommt. Ähnlich verläuft es mit Heizungen und Strom. Informiert euch im Vorhinein über verschiedene Anbieter. Es gibt auch Homepages, die den Direktvergleich bereits für euch liefern und euch Tipps geben können. Entscheidet nicht vorschnell. Nicht jeder Anbieter passt zu jeder Wohnung.
Irgendwann im Laufe eures Umzugs solltet ihr auch eure Nachbarn kennenlernen, insofern es welche gibt. Vielleicht ladet ihr sie auf einen gemeinsamen Kaffee in eurer Küche ein? Oder ihr klingelt bei jedem an der Tür und stellt euch kurz vor. Wie ihr letzten Endes vorgeht ist Geschmackssache. Fakt ist jedoch: Vor allem in Mehrfamilienhäusern ist es unangenehm, Fremden im Treppenhaus zu begegnen.

Wenn ihr all diese Hinweise beachtet, steht eurem Umzug nichts mehr im Wege. Denkt immer daran, dass ihr nicht die Ersten seid, die diesen Schritt wagen. Fragt Andere um Hilfe, nicht nur beim Schleppen der neuen Möbel, sondern auch beim Abschließen von Versicherungen und Verträgen.
Und nun, viel Spaß beim Umzug!