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Für viele Menschen gehören die Haustiere zum festen Bestandteil der Familie. Sie sind für ihre Besitzer Wegbegleiter und Freunde. Aus diesem Grund möchten viele Tierliebhaber ihre Haustiere auch bei sich wohnen lassen. Bei einer Mietwohnung kann das jedoch zu Schwierigkeiten führen, denn nicht immer ist die Haltung von Heimtieren bei Vermietern gern gesehen. – Isabel Frankenberg

 Viele Haustierbesitzer fragen sich, ob die Haltung von Tieren in einer Mietwohnung erlaubt ist. Im Jahr 1993 entschied der Bundesgerichtshof, dass eine generelle Mietvertragsklausel, die Haustiere in der Mietsache grundsätzlich ausschließt, nicht zulässig ist (BGH VII ZR 10/92). Das bedeutet jedoch lediglich, dass im Mietvertrag kein absolutes Haustierverbot verankert sein darf und nicht, dass die Haltung von Tieren in einer Mietwohnung grundsätzlich erlaubt ist.

 

Die Tierarten eine bedeutende Rollte.

Diese werden durch das Mietrecht in Gruppen eingeteilt. Bei Kaninchen, Hamstern und Wellensittichen handelt es sich z.B. um Kleintiere, welche laut dem Urteil von 1933 uneingeschränkt und ohne Erlaubnis des Vermieters gehalten werden dürfen. Eine weitere Gruppe bilden Hunde und Katzen, welche nicht zu den Kleintieren gehören und daher nicht in jedem Fall gehalten werden dürfen. Hierbei handelt es sich um Einzelfallentscheidungen durch den jeweiligen Vermieter. Dieser hat die Möglichkeit abzuwägen, ob eine Tierhaltung zugelassen werden kann oder nicht.

Aus diesem Grund sollten sich Tierliebhaber niemals einen Hund oder eine Katze anschaffen, ohne dies zuvor mit dem Vermieter abgesprochen zu haben. Dieser darf das Tier allerdings nur mit einer nachvollziehbaren Begründung ablehnen. Zudem kann der Vermieter als Bedingung für die Haltung des Tieres eine Tierhaftpflichtversicherung fordern. Damit sichert sich dieser darüber ab, dass durch den Hund oder die Katze entstandene Schäden auch tatsächlich bezahlt werden. Bewilligt der Vermieter die Haltung des Tieres, müssen sich die Mieter an die bestehende Hausordnung halten.

Zudem ist in einigen Ausnahmefällen ein Haustierverbot auch bei Kleintieren möglich, wenn es sich dabei z.B. um Papageien, Frettchen, Ratten oder exotische Tiere, wie Schlangen und Vogelspinnen, handelt. Diese müssen in vielen Fällen zuvor vom Vermieter genehmigt werden.

 

Was also tun?

Hat der Vermieter das jeweilige Haustier erlaubt, sollten die Mieter dennoch bemüht sein, Dreck, Lärm und Schäden durch das Tier zu vermeiden. Auch hier kann der Vermieter eine Klausel bezüglich der Haustiere in den Mietvertrag aufnehmen und bestimmen, welche Verhaltensweisen nicht akzeptiert werden. Halten sich die Mieter nicht an diese Pflichten, hat der Vermieter ein Widerrufsrecht bezüglich der Erlaubnis zur Haltung von Hund, Katze und Co. Doch auch hierbei muss ein triftiger Grund vorliegen. Dieser besteht beispielsweise, wenn durch das Tier eine Sachbeschädigung stattgefunden hat.

 Weitere Informationen zum Thema „Hautiere in der Mietwohnung halten“ finden Sie unter www.mietrecht.com