Der Umzug in ein neues Zuhause steht bevor? Aber bitte nachhaltig! Seit Jahren rückt das Bedürfnis des nachhaltigen Handeln immer mehr in den Fokus, weshalb es kein Wunder ist, dass sich immer mehr Menschen die Frage stellen, wie auch der Umzug möglichst umweltfreundlich gestaltet werden kann. Im nachfolgenden haben wir einige Tipps zusammengestellt, die es Ihnen ermöglichen, nachhaltig und umweltfreundlich umzuziehen.

 

Neues Zuhause

Nachhaltigkeit beim Umzug beginnt bereits vor dem Umzug. Wer sich zu einem Neubau entschieden hat, sollte schon bei der Planung Wert auf die Verwendung nachhaltiger Materialien legen. Das Ziel sollte es sein, durch bewusste Entscheidungen bezüglich regionaler und ökologischer Baustoffe, der Langlebigkeit dieser Materialien sowie der Energieeffizienz, den Energie- und Ressourcenverbrauch zu senken. Durch die Beauftragung regionaler Firmen können die Transportwege der Arbeiter und entsprechender Materialien gering gehalten werden und so eine Menge Kraftstoff und Kosten gespart werden. Auch der Standort und die Flächennutzung des neuen Eigenheims spielt eine Rolle in der langfristigen Nachhaltigkeitsbilanz. Hier sollten mit Hinblick auf das Schonen der Ressourcen vor allem Faktoren, wie der Einfluss des Hausbaus auf die unmittelbare Umwelt ebenso wie die Anfahrt zur Arbeit, etc. berücksichtigt werden.

 

Strategisches Packen

Doch auch für diejenigen, die keinen Neubau planen und einfach in eine neue Wohnung ziehen, beginnt das nachhaltige Umziehen bereits mit der Planung. Um zu verhindern, dass Habseligkeiten während des Umzug kaputt gehen, machen viele Gebrauch von der sogenannten “Luftpolsterfolie”. Diese ist jedoch nicht nur unnötig teuer, sondern auch nicht besonders umweltfreundlich. Wer der Umwelt etwas gutes tun will, packt seine Sachen deshalb besser in Decken und Zeitungspapier, um diese, statt in den üblichen Umzugskartons – von denen wenn wir mal ehrlich sind die meisten am Ende des Tages im Müll landen, in wiederverwendbare Kunststoff- oder Holzkisten zu transportieren. Durch das strategische Packen von stapelbaren Kisten kann der verfügbare Platz im Auto oder Umzugstransporter bestmöglich genutzt werden und unnötiges Hin- und Herfahren sowie damit verbundene Emissionen minimiert werden.

“Grüne” Transportunternehmen

Wer viele Dinge zu transportieren hat und sich für den Umzug mit einem Umzugsunternehmen entscheidet, kann auch hier durch einen Vergleich der Dienstleister einen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt leisten. Es lohnt sich die Umzugsunternehmen und deren Versprechen zur Verbesserung der Umwelt genau unter die Lupe zu nehmen. So bieten einige Umzugsunternehmen beispielsweise die Vermietung von Umzugskartons oder robusten Umzugsboxen an, die wiederverwendet werden können. Zudem legen immer mehr Unternehmen Wert darauf, Ressourcen, wie C02 und nicht-umweltfreundliche Verpackungsmaterialien, z.B. Klebeband, zu reduzieren. Für wen es sich nicht lohnt, einen ganzen Umzugslaster zu buchen, sollte dennoch in Erwägung ziehen, einen Transporter zu mieten, um das mehrfache Hin- und Herfahren mit dem Familienkombi zu vermeiden. Dies leistet nicht nur einen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt, sondern spart auch Unmengen Zeit.

 

Nachhaltiges Renovieren

Der Umzug in das neue Eigenheim bedarf oftmals das Streichen oder einer gründlichen Reinigung der Oberflächen und Böden. Auch hier kann durch das bewusste Handeln der ökologische Fußabdruck reduziert werden. Wer sich dazu entscheidet, die Wände neu zu tapezieren oder zu streichen, sollte unbedingt auf emissionsarme und gesundheitsfreundliche Farben sowie die Zusammensetzung der Tapetenmaterialien achten. Farben und Tapeten, die den Nachhaltigkeitsstandards entsprechen, sind deshalb mit dem “Blauen Engel” gekennzeichnet. Der Blaue Engel kennzeichnet einen sparsamen Ressourceneinsatz und Tapeten und Farben, die frei von chemischen Hilfsmitteln wie z.B. Lösemittel und Formaldehyden sowie bestimmten Konservierungsstoffen sind. Doch auch die Gefährdung unserer Umwelt durch die Benutzung von Reinigungsmitteln sollte nicht außer Acht gelassen werden. Viele der in Deutschland gekauften Reinigungsmittel enthalten gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe wie beispielsweise Phosphonate, Duft- und Farbstoffe als auch Konservierungsstoffe, die nicht nur über das Abwasser in die Gewässer gelangen und dort die Mikroorganismen schädigen. Zudem werden diese nicht vollständig abgebaut und können sich so kontinuierlich anreichern. Um Ihre Gesundheit und die Umwelt zu schonen, empfiehlt das Umweltbundesamt daher lösungsmittelfreie Reinigungsmittel zu verwenden.

Bewusster Energieverbrauch

Zu guter Letzt kann natürlich auch im neuen Eigenheim einiges getan werden, um die Umwelt zu schonen. Veränderte tägliche Verhaltensweisen wie z.B. das Fahrrad anstelle des Autos zu benutzen, die bewusste Entscheidung zum Kauf von regionalen Produkten oder die Reduzierung des Fleischkonsums sind wichtige Schritte, um seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Um dem Ziel der Energieeinsparung näher zu kommen, macht es darüber hinaus einen entscheidenden Unterschied den stromfressenden Stand-by Modi der Elektrogeräte ein Ende zu setzen, dem gekippten Fenster das Stoßlüften vorzuziehen und besser eine Dusche statt einer vollen Badewanne zu nehmen. Durch einen Stromvergleich und einen möglichen Wechsel zu einem Ökostromanbieter unterstützen Sie wichtige Projekte zur Förderung der Nachhaltigkeit in Deutschland, womit Sie nicht nur der Umwelt etwas Gutes tun, sondern auch Ihrem Geldbeutel.

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